Solidaritätsgedanke im Dorf

Ältere und pflegebedürftige Menschen möchten meist möglichst lange zuhause leben können. Krankenpflegevereine sind betagten Menschen sowie pflegenden Angehörigen hier eine wertvolle Unterstützung. Obmann Frank Stecher präsentierte im Rahmen der Jahreshauptversammlung den Tätigkeitsbericht des Nenzinger KPV sowie des Mobilen Hilfsdienstes. Dass der Verein im Ort sehr gut verankert ist, zeigte einerseits das große Interesse von rund 70 anwesenden Vereinsmitgliedern, zudem konnte der Obmann Bürgermeister Florian Kasseroler, Werner Gopp von der Hauskrankenpflege Vorarlberg, Gemeindearzt Aldo Sauerwein, Ernst Gassner und Stefan Graß von den „Badaila Kickers“ sowie Ehrenobmann Werner Schallert begrüßen. Tradition hat im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins auch ein Vortrag – heuer sprach Dr. Franz Josef Köb zum Thema „Sehnsucht und Suche nach dem verlorenen Glück“.

„964 Haushalte tragen den Solidaritätsgedanken, der mit dem Krankenpflegeverein verbunden ist, mit“, lobte Frank Stecher auch die hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung und speziell auch der „Badaila Kickers“, die jährlich ihren Nikolobasar als Benefizveranstaltung durchführen. Auch heuer konnte der KPV wieder einen Scheck in Höhe von 6.323,94 Euro entgegennehmen. Pflegeleiterin Claudia Tiefenthaler berichtete von einer starken Zunahme an betreuten Patienten: Waren es 2015 noch 150 Pflegebedürftige, so ist diese Zahl im vergangenen Jahr auf 180 angewachsen. 9.600 Stunden wurden vom Pflege-Team geleistet, 4.600 Hausbesuche gemacht. Rebekka Lang, die gemeinsam mit Renate Greussing den Mobilen Hilfsdienst koordiniert, präsentierte, dass 42-Mohi-Frauen insgesamt 69 Klientinnen und Klienten betreuten und fast 7.000 Stunden leisteten. Schließlich gab es noch einen erfreulichen Anlass: Rosmarie Jussel konnten für 20 Jahre beim Mobilen Hilfsdienst geehrt werden, Brigitte Olschnögger für 35 Jahre im Vorstand.

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Rosmarie Jussel ist seit 20 Jahren beim Mobilen Hilfsdienst.